Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bukarest sind sicherlich die Kirchen. Wer keine Zeit hat oder nicht wünscht, bei einer vollständigen Heiligen Messe mitzumachen, der kann dieser Route folgen, die zu den schönsten Kirchen im historischen Zentrum von Bukarest führt, während den Gottesdienste. Die Route dauert etwa zwei Stunden und ist für einen sonnigen Sonntag im Frühling oder im Sommer gedacht, zwischen 10.00 und 12.00 Uhr. Der Ausgangspunkt ist am südlichen Ausgang der U-Bahn-Station Piața Unirii 1 vor dem Hotel Horoscop.


1. Bucur-Kirche

Bucur-KircheNach einem Weg, welcher weniger als 10 Minuten dauert, entlang des Kais der Dâmbovița, erreicht man einen Hügel, auf dem die wahrscheinlich älteste Kirche der Stadt steht. Sie wurde, einer Sage nach, vom Schäfer Bucur gegründet, vom Gründer Bukarests persönlich. Am Fuße des Berges ist eine Mauer und ein Glockenturm angelegt, beide aus Ziegeln gebaut. Wie Sie durch das Eingangstor hindurchgehen, befinden Sie sich mitten in einen blumigen Garten. Wenn Sie jetzt eine etwas steile Treppe hochsteigen, erreichen Sie die kleine Bucur-Kirche, die kaum größer als eine Bauernhütte ist.


2. Kloster Radu Vodă

Kloster Radu VodăWenn sie vom Bucur-Hügel hinabsteigen und die Radu-Vodă-Straße überqueren, so befinden Sie sich am Fuße eines anderen Hügels, an dessen Spitze eines der ältesten Klöster der Hauptstadt thront: Das Kloster Radu Vodă. Es wurde im frühen 16. Jahrhundert gegründet, während der Herrschaft des Woiwoden Mihnea der Böse. Das heutige Kloster wurde über die Zeit stark verändert, vor allem im 19. Jahrhundert wurde sie stark modernisiert. Wenn wenn man den Hügel hochsteigt, erscheint die mächtige Klosterkirche vor Ihnen. Deren Eingang befindet sich weiter links, neben dem alten Glockenturm.


3. St.-Spyridon-Kathedrale

St.-Spyridon-KathedraleWenn die Ausgang unter dem Glockenturm des Klosters nicht geöffnet ist, verlassen Sie das Kloster durch deren Haupteingang und laufen zur nächsten Kirche, der St.-Spyridon-Kathedrale. Diese ist nicht nur eine der prächtigsten und schönsten Kirchen der Hauptstadt, sie ist sogar die größte. Ursprünglich, im Jahre 1860, als sie eingeweiht wurde, hatte die Kathedrale hohe, gotische Türme. Die Reparaturen nach Kriegen und Erdbeben verliehen ihr großteils einen byzantinischen Stil.


4. Patriarchalkathedrale

PatriarchalkathedraleKehren Sie zurück zur Șerban-Vodă-Straße bis Sie die Kreuzung mit der Bibescu-Vodă-Straße erreichen, wo Sie links abbiegen. Diese Straße führt Sie am Theologischen Institut vorbei bis zum Fuße des Metropolienhügels, an dessen Gipfel die Patriarchalkathedrale, der Patriarchenpalast und der Palast der Abgeordnetenkammer. Am Eingang steht heute noch der Glockenturm des ehemaligen Klosters der Heiligen Könige Konstantin und Helena, welches vom Heiligen Constantin Brâncoveanu gegründet wurde. Die Patriarchalkathedrale stammt aus dem 17. Jahrhundert.


5. St.-Anton-Kirche

St.-Anton-KircheDen Metropolienhügel können Sie durch den Hinterausgang verlassen, unter einem Glockenturm, und erreichen dann den Königin-Maria-Boulevard. Wenn Sie diesen 700 Meter weit folgen, erreichen Sie einen Eingang in das historische Stadtzentrum Bukarests, vor der St.-Anton-Kirche. Die Kirche ist eine der ältesten der Stadt, schon im 16. Jahrhundert fanden hier die Krönungen der rumänischen Herrscher statt.


6. Kloster Stavropoleos

Kloster StavropoleosFolgen Sie der Französischen Straße und biegen Sie auf der Poststraße rechts ab, so stehen Sie vor der wohl schönsten Kirche der Stadt, der Stavropoleoskirche. Die Kirche ist recht klein, dafür verfügt sie über einem hohen architektonischen Wert. Im Klosterhof findet man Grabsteine und andere uralte Gegenstände, welche das Interesse eines Archäologen wecken könnten.


7. Russische Kirche

Russische KircheWenn Sie der Smârdanstraße folgen und rechts auf die Ion-Ghica-Straße abbiegen, befinden Sie sich vor der Russischen Kirche, auch unter dem Namen St.-Nikolaus-Kirche bekannt. Diese ist die einzige Kirche in Bukarest, die im russischen Stil gebaut wurde. Die Kirche ist nicht sehr groß, im Vergleich zu denen in Russland, und doch ist sie eine prächtige Kirche. Sie besitzt sechs Türme mit vergoldeten Kuppeln, einer in der Mitte, je einer in jeder Ecke und noch einer über dem Haupteingang.


8. Neue St.-Georg-Kirche

Neue St.-Georg-KircheVon der Russischen Kirche laufen Sie in Richtung Universität vorwärts bewegt in Richtung der Universität, dort überqueren Sie den Universitätsplatz und folgen dem I.-C.-Brătianu-Boulevard, bis Sie auf der linken Seite einen Park sehen, in dem sich die St.-Georg-Kirche befindet. Diese Kirche wurde vom Heiligen Constantin Brâncoveanu im 17. Jahrhundert gegründet und hat viele Veränderungen im Laufe der Zeit durchgestanden, bis sie am Ende des 20. Jahrhunderts ihr ursprüngliches Aussehen wiedererlangte.


9. Alte St.-Georg-Kirche

Alte St.-Georg-KircheDie letzte Kirche ist schwerer zu finden. Sie befindet sich hinter einer Reihe von Häusern auf der Greisenstraße. Die Kirche ist beeindruckender als die vorherige, sie ist größer und geräumiger. Sie wurde im 15. Jahrhundert gegründet und ist damit eine der ältesten Kirchen in Bukarest. Im 16. Jahrhundert war diese Kirche der Sitz der ungro-walachischen Metropolie.


Von der Alten St.-Georg-Kirche gehen Sie zurück auf dem I.-C.-Brătianu-Boulevard und folgen ihn, bis er Sie zum Ausgangspunkt am Vereinigungsplatz führt. Von hier aus können Sie die U-Bahn oder einen Bus nehmen, um andere Gegenden Bukarests zu besuchen.

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