Die Historische Altstadt, das Herz des alten Bukarests, ist der Ort, von dem aus sich die ganze Stadt entwickelte. Hier findet man die meisten alten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Diese Tour führt Sie zu den wichtigsten davon, in nahezu zwei Stunden. Es wird empfohlen, diese Tour am Morgen zu starten, an einem sonnigen Tag. Der Ausgangspunkt ist am südlichen Ausgang der U-Bahn-Station Piața Unirii 1 vor dem Hotel Horoscop.


A. Patriarchalkathedrale

PatriarchalkathedraleDie erste Attraktion ist die Patriarchalkathedrale auf den Metropolienhügel. Sie befindet sich zwar nicht im Stadtzentrum, und doch reicht ihre Geschichte bis ins 17. Jahrhundert, als sie sich noch außerhalb der Stadt befand. Die Patriarchalkathedrale war ursprünglich die Klosterkirche des Klosters der Heiligen Könige Konstantin und Helena. Heute ist aus dem Kloster nur noch die Kirche und der Glockenturm, der im Jahre 1698 vom Heiligen Constantin Brâncoveanu am Eingang gebaut wurde, erhalten geblieben. Die Kirche ist heute Sitz der rumänisch-orthodoxen Metropolie in Bukarest und der Patriarchie Rumäniens.


B. Vereinigungsplatz

VereinigungsplatzDer Vereinigungsplatz ist der zentrale Platz von Bukarest. Obwohl er heute nahezu vollständig von Gebäuden aus den Jahren 1984-1987 umgeben ist, hat dieser Platz eine lange Geschichte. Zum ersten Mal wurde er im Jahre 1563 als Großer Platz erwähnt, war von der Größe her aber damals kleiner. Bis ins 20. Jahrhundert befanden sich hier die Vereinigungshallen. Heute fließt unter dem Platz der Fluss Dâmbovița.


C. Manuc-Gasthof

Manuc-GasthofAn der Nordseite des Vereinigungsplatzes befindet sich der Manuc-Gasthof, einer der neuen Gasthöfen der Stadt, erbaut um 1800. Er kann ein Symbol der traditionellen rumänischen Architektur sein, die hauptsächlich im Innenhof des Gasthauses zu finden ist: Überdachte, hölzerne Balkone und Treppen, hohe und steile Schindeldächer, ein Turm, usw.


D. St.-Anton-Kirche

St.-Anton-KircheGleich gegenüber des Manuc-Gasthofes befindet sich die St.-Anton-Kirche, eine der ältesten Kirchen in der Stadt, aus dem 16. Jahrhundert fanden hier die Krönungen der rumänischen Herrscher statt. Heute, nach vielen Veränderungen im Laufe der Zeit, hat die Kirche ihr ursprüngliches Aussehen wieder, ein sehr einzigartiges für Bukarest.


E. Hotel Concordia

Das Hotel Concordia ist recht klein, spielt aber eine hohe Rolle in der Geschichte Rumäniens. Hier wurde am 24. Januar 1859 die Vereinigung der rumänischen Fürstentümer Walachei und Moldau beschlossen und Alexandru Ioan Cuza als Herrscher der Vereinigten Fürstentümer gewählt. Heute wird nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten möglicherweise ein Museum der Vereinigung eröffnet.


F. St.-Demetrius-Kirche

St.-Demetrius-KircheDie St.-Demetrius-Kirche befindet sich neben der Post, deshalb wird sie oft auch unter dem Namen St.-Demetrius-Kirche an der Post bekannt. Die Kirche wurde im Jahre 1819 erbaut und beherbergt die Reliquien von mehreren Heiligen: St. Panteleimon, St. Antipas und St. Charalambo. Heute befindet sich die Kirche im Renovierungsarbeiten.


G. Postpalast

Nationales Museum der Geschichte RumäniensDie Poststraße führt an einem imposanten Museum vorbei, am Nationalen Geschichtsmuseum Rumäniens, bekannt auch unter seinem ursprünglichen Namen Postpalast. Der Haupteingang ist auf der anderen Seite des Gebäudes, an der Siegesstraße. Der Palast wurde im Jahre 1892 gebaut, anstelle des Constantin-Brâncoveanu-Gasthofes, der im Jahre 1847 durch einen Brand zerstört wurde.


H. Caru ‚cu Bere

Unmittelbar neben dem Postpalast befindet sich das Restaurant Caru ‚cu Bere (Der Bierwagen), welcher nicht nur unter Einheimischen, sondern auch unter Ausländern bekannt ist. Das Restaurant hat eine reiche Geschichte, denn schon in der Zwischenkriegszeit war er einer der beliebtesten und bekanntesten Restaurant der Stadt. Heute werden hier traditionelle rumänische Gerichte serviert.


I. Stavropoleoskirche

Kloster StavropoleosGleich in der Nähe befindet sich die wahrscheinlich schönste Kirche in Bukarest, die Stavropoleoskirche, Teil der Klosters Stavropoleos. Die Kirche ist recht klein, dafür verfügt sie über einem hohen architektonischen Wert. Im Klosterhof findet man Grabsteine und andere uralte Gegenstände, welche das Interesse eines Archäologen wecken könnten.


J. BNR-Palast

BNR-Palast

Der BNR-Palast (Palast der Rumänischen Nationalbank) befindet sich auf der Leipziger Straße, die Hauptstraße der Altstadt. Der Palast wurde im Jahre 1884 auf dem Gelände des größten Gasthofes von Bukarest, des Șerban-Vodă-Gasthofes, gebaut. Ausgegrabene Ruinen des Gasthofes sind vor dem Palast zu sehen.


K. Macca-Villacrosse-Passage

Macca-Villacrosse-Passage

Von der Siegesstraße aus öffnen sich zwei Passagen in Richtung Altstadt, die Passagen Macca und Villacrosse. Beide sind mit gelblichem Glas bedeckt, die Passage Villacrosse ganz und die Passage Macca nur zur Hälfte. Beide Stellen wurden 1891 anstelle des Câmpineanu-Gasthofes erbaut.


L. Universität von Bukarest

Universität von BukarestDer Palast der Universität wurde im Jahre 1869 anstelle des Klosters St. Sava und der Königlichen Akademie, die im Jahre 1694 vom Heiligen Constantin Brâncoveanu gegründet wurde. Heute beherbergt der Palast die Fakultäten für Geographie, Mathematik, Informatik, Philologie, Fremdsprachen und Geschichte.


M. Russische Kirche

Russische KircheDie Russische Kirche, auch als Kirche des St. Nikolaus bekannt ist, wurde zwischen 1905 und 1909 von dem russischen Botschafter von Bukarest gebaut und ist die einzige Kirche im russischen Baustil der Stadt. Die Kirche ist nicht sehr groß im Vergleich zu denen in Russland, und doch ist sie recht imposant, mit ihren sechs vergoldeten Kuppeln.


N. Palast der Börse

Palast der BörseDer Palast der Börse wurde im Jahre 1912 vom rumänischen Architekten Ștefan Burcuș gebaut. Zu Beginn war hier der Sitz der rumänischen Börse und dann, ab 1955, funktionierte hier die Nationalbibliothek Rumäniens, die 2008 in einem Gebäude auf dem Vereinigungsboulevard zog. Derzeit gehört das Gebäude der Handels- und Industriekammer von Bukarest.


O. St.-Nikolaus-Kirche der Sattler

St.-Nikolaus-Kirche der SattlerAn dieser Stelle befand sich bereits im Jahre 1676 eine Kirche, die nach dem Erdbeben im Jahre 1802 vollständig abgerissen wurde. Die heutige Kirche, die im Jahre 1867 gebaut wurde, befindet sich heute im nicht nur für Fußgänger eröffneten Teil des historischen Stadtzentrums von Bukarest, auf der Kürschnerstraße.


P. Lindengasthof

LindengasthofDer Lindengasthof ist ein Gasthof, welcher im Jahre 1833 von den Händlern Anastasie Polizu und Ștefan Popovici gebaut. Das Gasthaus besteht aus zwei symmetrischen Körpern, durch deren Mitte ein breiter Durchgang führt, in dem einmal Linden wuchsen. Heute beherbergt der ehemalige Gasthof Kunstgalerien und Antiquitätenläden.


Q. Gabrower Gasthof

Gabrower GasthofDer Gabrower Gasthof wurde zwischen den Jahren 1804 und 1818 erbaut und benannt nach den bulgarischen Händlern aus der Stadt Gabrowo. In der Zwischenkriegs eröffnete hier das luxuriöse Hotel Gabroveni-Universal. Heute, nach umfangreichen Renovierungsarbeiten, die zwischen den Jahren 2009 und 2014 durchgeführt wurden, öffnete im Gasthof der Kulturzentrum ARCUB.


R. Romplatz

RomplatzAnstelle des heutigen Romplatz‘ befand sich früher der St.-Georg-Platz, einer der wichtigsten Plätze der Stadt. Im Jahr 1938 wurde der Platz fast vollständig abgerissen, durch ihm wurde der neue I.-C.-Brătianu-Boulevard gezogen. Heute wurde der Platz wegen der Statue der Wölfin, die im Jahre 2010 hierher gebracht wurde, nach der italienischen Hauptstadt umbenannt.


S. Neue St.-Georg-Kirche

Neue St.-Georg-KircheDie Neue St.-Georg-Kirche befindet sich in einem Park, gegenüber dem Romplatz. Sie ist durch durch die Lateinische Passage zu erreichen. Diese Kirche wurde vom Heiligen Constantin Brâncoveanu im 17. Jahrhundert gegründet und hat viele Veränderungen im Laufe der Zeit durchgestanden, bis sie am Ende des 20. Jahrhunderts ihr ursprüngliches Aussehen wiedererlangte.


T. Alte St.-Georg-Kirche

Alte St.-Georg-KircheDie Alte St.-Georg-Kirche befindet sich hinter einer Reihe von Häusern auf der Greisenstraße. Die Kirche ist beeindruckender als die vorherige, sie ist größer und geräumiger. Sie wurde im 15. Jahrhundert gegründet und ist damit eine der ältesten Kirchen in Bukarest. Im 16. Jahrhundert war diese Kirche der Sitz der ungro-walachischen Metropolie.


U. Bărăția-Kirche

Bărăţia-KircheDie Bărăția-Kirche ist die älteste katholische Kirche in Bukarest, an diesem Ort befand sich bereits im 17. Jahrhundert eine hölzerne Franziskanerkirche. Bărățien wie diese existieren auch in anderen Städten der Walachei. Bemerkenswert ist vor allem der imposante Glockenturm vor der Kirche.


V. Neue St.-Johannes-Kirche

Neue St.-Johannes-KircheDiese Kirche stammt aus dem Jahre 1818. Sie ist ein perfektes Beispiel des Schicksals der bukarester Kirchen während des Kommunismus. Ursprünglich befand sich diese Kirche 23 Meter weiter in Richtung des Vereinigungsplatzes. Im Jahre 1987 wurde die Kirche an ihren heutigen Standort bewegt und hinter einem kommunistischen Plattenbau versteckt.


Hier endet die historische Stadttour, im Vereinigungsplatz. Von hier aus können Sie die U-Bahn oder einen Bus nehmen, um andere Gegenden Bukarests zu erkunden.